Held*innenreise Beate: Glück ist eine Lebenseinstellung

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Held*innenreise Beate (50): Glück ist eine Lebenseinstellung

Beates Held*innenreise handelt von ihrem Traum, eine erfolgreiche Autorin zu sein, für den sie in ihrem Familienalltag immer wieder Zeit und Raum schaffen muss. Es gelingt ihr dabei, Durchhaltevermögen mit Optimismus und Pragmatismus zu verbinden.

Das große Ziel

Ein herausfordernder Familienalltag

„Ich lebe mit meinem Mann und zwei geistig behinderten Kindern in Süddeutschland. Der Familienalltag und die Betreuung meiner Kinder nehmen einen großen Teil meines Tages in Anspruch. (gewohnte Welt)

Mein Traum: Eine erfolgreiche Autorin sein und einen Lebensglück-Blog schreiben

Mein Traum ist es, eine erfolgreiche Autorin zu werden. Wenn ich das so sage, dann gibt es einen Teil in mir, der jubelt und überschlägt sich vor Begeisterung. (Ruf)

Innere Zweifel

Doch eine zweite Stimme in mir fragt: „Kannst du das überhaupt? Ist es das Richtige für dich?“ Diese innere Stimme kenne ich bereits aus meiner Schulzeit. Während meine Eltern mir sagten, dass ich alles schaffen kann, bekam ich in der Schule die Botschaft zu hören: „Wer dick ist, ist dumm.“ Ich war wirklich ein wenig langsam beim Lernen. Daraus habe ich einen inneren Zweifler entwickelt, der heute noch denkt, dass ich nicht so gut bin, wenn es um intellektuelle Leistungen geht. (Weigerung)

Mich ernsthaft meinem Ziel verpflichten

Eine Ausbildung zur Romanautorin

Um mir zu zeigen, dass es mir ernst ist mit meinem Traum, habe ich 2019 eine dreijährige Ausbildung zur Romanautorin begonnen, mit dem Ziel, während dieser Zeit meinen ersten Roman zu schreiben. (Ziele)

Meine Komfortzone immer wieder herausfordern

Neben dem eigentlichen Schreiben habe ich mir in den letzten Jahren viele unterschiedliche Kompetenzen angeeignet. Mein innerer Zweifler meldet sich gerne, wenn es um Themen geht, die außerhalb meiner Komfortzone liegen, wie z. B. alles, was mit Technik zu tun hat. (Aufgaben und Herausforderungen) Da drücke ich mich auch schon mal gerne.

Auf der anderen Seite bekomme ich Unterstützung durch meine Freundinnen und meinen Mann, aber auch durch andere Autorinnen und Schreibcoaches. (Wegbegleiter*innen)

Eine Vision, die mir Stärke verleiht

Zerreißproben im Alltag, die nie aufhören

Das Zusammenleben mit meinen beiden Kindern ist herausfordernd, aber auch unendlich bereichernd. Gerade die kleinen Dinge können wichtig und bedeutsam werden: eine notwendige und liebevolle Umarmung mitten in der Hektik des Alltags, während ich doch eigentlich schon längst am Schreibtisch sitzen wollte. Die Balance zwischen den Bedürfnissen der Kinder und meinen Bedürfnissen als Autorin stellt mich täglich vor Herausforderungen, die ich flexibel handhaben muss. (Zerreißprobe)

Die Liebe zum Leben trägt mich durch schwierige Zeiten

Aus diesem Spannungsfeld habe ich mein Lebensmotto entwickelt: „Liebe das Leben, egal was geschieht“. Diese Message mit meinen Geschichten zu verbreiten, ist meine Herzensaufgabe. Mittlerweile schreibe ich also nicht nur Romane, sondern habe auch einen Lebensglück-Blog gestartet. Das ist meine Art, die wichtigsten Themen meines Lebens zusammenzubringen. (Tiefe Erkenntnis)

Meinen Erfolg definiere ich ganz allein

Erst dachte ich, ich wäre gescheitert, wenn mein Buch nicht den Erfolg bekäme, den ich mir wünsche: das Lese-Sofa auf Frankfurter Buchmesse, den 1. Platz Spiegel-Bestsellerliste, eine Einladung in die Talkrunde von Barbara Schöneberger. Aber sind das wirklich die maßgeblichen Faktoren? Es handelt sich um äußere Erfolge, die auch stark vom Zufall abhängig sind. Hier mischt sich mein innerer Kritiker in die Bewertung von Erfolg ein und hängt die Messlatte unendlich hoch, weil er mich damit vor Enttäuschungen und Rückschlägen schützen will. Seine Hoffnung: Wenn er es schafft, dass ich aufgebe, versuche ich es ja vielleicht kein zweites Mal. Aber da kann er lange warten.

Wenn ich also Erfolg mit Blick auf meine Vision definiere, verändert sich auch der Blick auf mein Scheitern: Ich weiß, dass ich nicht alle Menschen erreichen werde. Aber ich bin zufrieden, wenn ich diejenigen erreiche, die mein Thema interessiert. Ich sehe mich nur dann als gescheitert, wenn ich ausschließlich negative Reaktionen bekäme. An Sätzen wie: „Selber schuld, wenn du zwei behinderte Kinder hast“ oder: „Schau dich an, was bist du dick“, habe ich natürlich keine große Freude. Doch wenn ich deswegen aufhören würde zu schreiben und zu bloggen, würde ich den Leuten, die von meinen Themen weder Ahnung noch Interesse haben, Macht über meinen Erfolg geben. (Scheitern)

Ich schreibe, also bin ich Autorin

Mein Weg hat keinen Endpunkt – und das ist gut so

Meine Belohnung ist es, unterwegs zu sein. Es gibt keinen Endpunkt: Nach dem ersten Buch kommt das zweite, dann das dritte. Autorin zu sein bedeutet, dass ich schreibe. Diesem Sein als Autorin bereite ich jetzt schon den Weg: Ich kombiniere Autoren- und Familienleben und baue mir allmählich Schreibroutinen auf, die auch halten, wenn es zeitlich und belastungsmäßig mal eng wird. Wo setze ich die Prioritäten? Und wie kann ich sie meiner Familie klarmachen? Wie kann ich meinen ganzen Verpflichtungen gerecht werden, die ich halten will? Ich werde es nicht immer richtig machen. Aber ich finde meinen Weg und bleibe flexibel. (Höhepunkt und Weg in den neuen Alltag)

Wenn dein Tag schnell von Aufgaben, Verantwortung und den Bedürfnissen anderer gefüllt wird, kann es leicht passieren, dass du selbst darin kaum noch vorkommst. Ein kurzer Moment am Morgen kann helfen, dich daran zu erinnern: Was brauche ich heute? Und was soll heute auch für mich Platz haben?

Dafür habe ich die 5-Minuten-Morgen-Magie entwickelt: ein kleines Ritual aus Audio-Anleitung und Impulskarten, mit dem du dich morgens mit dir selbst verbindest und eine bewusste Entscheidung für deinen Tag triffst.

Umwege und „schräge“ Lösungen sind ausdrücklich erlaubt

Wie würde ich meine Erkenntnisse zur Heldenreise zusammenfassen? Egal wie groß ein Problem zu Anfang scheint, deine wahre Größe erfährst du, wenn du den Weg gehst. Aber du bist nicht alleine: Es gibt Menschen, die dir helfen. Wenn die erste Lösung nicht greift, probiere dich weiter aus, bis es passt. Deine Held*innenreise darf Umwege haben, wichtig ist, dass du dich auf die Reise machst und weitergehst. (neues Selbst)“

Das Geschenk von Beates Held*innenreise

Begegne den Widerständen im Leben mit der Suche nach dem Glück, statt mit Ärger und Verbitterung zu reagieren. Beates Held*innenreise zeigt sehr deutlich, wie kraftvoll eine solche Haltung sein kann: Gegenüber einer Lebenssituation, die nicht einfach weggeht und viel von ihr verlangt, beansprucht sie trotzdem für sich selbst ein eigenes Leben. Ich habe von ihr erfahren, wie viel Zeit, Schlaf und Energie sie für ihre Kinder aufbringt. Und trotzdem schreibt sie, auch wenn es an manchen Tagen nur für wenige Stichworte reicht.

Viele Menschen – und es sind in der Regel immer noch Frauen – die Care-Arbeit im privaten Umfeld leisten, leben in einer ständigen Zerreißprobe zwischen ihren eigenen Bedürfnissen und der Fürsorge für andere. Beate hat in Antwort auf diese Zerreißprobe ihr Lebensmotto gefunden und bringt dieses in ihre Arbeit als Autorin ein. Ihre Reise ist ganz gewiss kein Sprint, sondern eine lange Wanderung. Sie kann all denen Mut machen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beates Geschichte zeigt sehr schön, dass Lebensfreude nicht bedeutet, dass alles leicht sein muss. Manchmal wächst sie mitten zwischen Verantwortung, Müdigkeit und einem Alltag, der nicht auf Pause drückt – in den kleinen Momenten, die wir trotzdem wahrnehmen und für uns wählen.

In meinem Ratgeber „Lebensfreude jeden Tag“ findest du 77 kurze Inspirationen für mehr Leichtigkeit, Selbstliebe und Alltagsglück. Nicht als weiteres Projekt auf deiner To-do-Liste, sondern als Einladung, im ganz normalen Leben wieder mehr von dem zu entdecken, was dich trägt und lebendig macht.

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