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Desert Planet Arrival © ZargonDesign from Getty Images Signature via Canva.com
Luke Skywalker – Die Macht durch Mitgefühl besiegen
Ein Bauernjunge, der von Abenteuern träumt, entdeckt seine Bestimmung, reift zum Jedi-Ritter heran und rettet die Galaxie vor der Dunklen Seite der Macht. Dabei überwindet er nicht nur eigene Ängste und Zweifel, sondern erlöst auch seinen Vater aus dem Griff der Dunkelheit. So verläuft die Held*innenreise von Luke Skywalker* aus der ursprünglichen Star Wars Trilogie.
Ein Bauernjunge, der von Abenteuern träumt
Am Anfang des ersten Films, Krieg der Sterne, sitzt Luke daheim bei Onkel und Tante und langweilt sich. Statt eine Ausbildung zum Piloten zu machen, muss er seinem Onkel bei der Ernte helfen. Während in der Galaxis Rebellen gegen die Unterdrückung durch das Imperium kämpfen, kann Luke von Abenteuern nur träumen. (Gewohnte Welt)
Als er beim Putzen von einem kleinen Droiden-Roboter aus Versehen auf einen Schaltknopf drückt, löst er damit den gespeicherten Notruf von Prinzessin Leia aus: Sie fleht einen gewissen Obi-Wan Kenobi um Hilfe an. Luke vermutet, dass sie damit den Einsiedler Ben Kenobi meint. (Ruf zum Abenteuer)
Luke besucht Kenobi und beide hören sich die gesamte Nachricht mit dem Notruf der Prinzessin an. Leia hat auf Seite der Rebellen Pläne über den Todesstern, die größte Waffe des Imperiums, erbeutet. Kurz vor ihrer Gefangennahme durch die imperialen Truppen konnte sie noch ihren Notruf in dem Droiden, dessen Name C-3PO ist, speichern und diesem zur Flucht verhelfen.
Kenobi gibt sich Luke gegenüber als Jedi-Ritter zu erkennen, der gemeinsam mit Lukes verstorbenem Vater in den Klonkriegen gekämpft hat. Er schenkt Luke das Lichtschwert seines Vaters, das er über all die Jahre aufbewahrt hat, und lädt den Jungen ein, ihn auf seiner Mission zu begleiten. (weiterer Ruf)
Luke jedoch lehnt ab: Er hat seinem Onkel versprochen, ihm bei der nächsten Ernte zu helfen. (Weigerung)
Die Prinzessin befreien, den Mentor verlieren
Auf der Suche nach dem entkommenen Droiden C-3PO zerstören die Truppen des Imperiums das Zuhause von Luke. Dabei töten sie seine Tante und seinen Onkel. Jetzt hält Luke nichts mehr zurück. Zusammen mit Obi-Wan Kenobi macht er sich auf dem Weg zu Leias Heimatplaneten, um die Prinzessin aus den Händen des Imperiums zu retten. (Ziele)
Luke und Obi-Wan reisen mit den Droiden C-3PO und R2-D2 zum nächsten Raumflughafen. Dort geraten sie in eine Kontrolle der imperialen Truppen, doch Obi-Wan wendet die Macht an, und sie können weiterziehen. In dem Weltraumpiraten Han Solo und dessen Freund, dem Wookiee Chewbacca, finden die Reisenden einem Pilotenteam, das sie nach Alderaan, dem Heimatplaneten von Prinzessin Leia fliegt. (Weggefährt*innen)
Darth Vader, der oberster Befehlshaber der imperialen Truppen, will Leia zu einem Geständnis bringen. Als Drohung lässt er Alderan durch den Todesstern zerstören und demonstriert damit die Macht der Kampfstation. Im Trümmerfeld des zerstörten Planeten wird das Raumschiff mit Luke, Obi-Wan, Han und Chewbacca an Bord des Todessterns gezogen. Han und Luke gelingt es, Leia aus dem Gefängnistrakt zu befreien. Währenddessen will Obi-Wan die Flucht vorbereiten, indem er das Energiesystem des Todessterns sabotiert und die Wachen verwirrt. Doch er auf dem Rückweg zum Schiff stellt sich ihm Darth Vader in den Weg. Um seinen Gefährt*innen die Flucht zu ermöglichen, opfert Obi-Wan sich im Kampf. (Aufgaben & Hindernisse)
Durch Mitgefühl die dunkle Seite der Macht besiegen
Wir machen jetzt einen Sprung zum Ende des zweiten Films der ursprünglichen Trilogie, Das Imperium schlägt zurück. Luke, der mittlerweile zum Jedi-Ritter ausgebildet wurde, konfrontiert Darth Vader im Zweikampf. Dabei schlägt Vader Lukes rechte Hand ab. Luke verliert nicht nur seine Hand, sondern auch sein Lichtschwert. Anschließend konfrontiert Vader ihn mit einer Wahrheit, die Luke nicht glauben will: Darth Vader ist in Wirklichkeit Lukes Vater. (Tiefe Erkenntnis)
Im dritten Star Wars Film der ursprünglichen Trilogie, Die Rückkehr der Jedi-Ritter, erhält Luke von seinem Jedi-Meister Yoda die Bestätigung: Um zum Jedi-Ritter zu werden, muss er Darth Vader besiegen. Luke allerdings hofft, dass er seinen Vater von der Dunklen Seite der Macht zurückholen kann. (Zerreißprobe)
Er lässt sich freiwillig gefangen nehmen und wird von Darth Vader auf den Todesstern und vor den Imperator gebracht. Der Imperator provoziert Luke, indem er Lukes Freund*innen bedroht und ihn dazu drängt, seine Wut und Aggressionen zu nutzen und die Dunkle Seite der Macht in sich zu entfesselt. Der Imperator will entweder Luke verderben und als neuen Schüler gewinnen oder, sollte Luke scheitern, weiterhin Darth Vader als Werkzeug zu behalten. Schließlich kann Luke seine Gefühle nicht länger kontrollieren: Er gibt sich seinem Hass auf den Imperator hin und greift diesen an. (Scheitern)
Darth Vader schützt den Imperator und duelliert sich mit Luke. Dieser kämpft zunächst defensiv, um seinen Vater nicht zu töten. Im Laufe des immer heftigeren Duells versucht er wieder und wieder, seine Gefühle zu zügeln. Doch als Vader damit droht, Lukes Schwester Leia auf die dunkle Seite der Macht zu ziehen, gibt Luke seiner Wut endgültig nach und schlägt mit dem Lichtschwert auf seinen Vater ein, bis Darth Vader wehrlos am Boden liegt. (Katastrophe)
Die dunkle Seite der Macht besiegen und den Vater retten
Der Imperator fordert Luke auf, seine Tat zu vollenden und den besiegten Vader zu töten. Luke erkennt die Manipulation, wirft sein Lichtschwert weg und erklärt, dass er sich der Dunklen Seite nicht hingeben wird. (Reifung & Wandlung)
Nachdem Luke sich weigert, den Befehlen des Imperators zu gehorchen, schleudert dieser seine Machtblitze auf Luke, um ihn zu töten. Doch Luke bleibt sich treu und nimmt den Kampf nicht wieder auf. In letzter Möglichkeit wendet er sich an seinen Vater, der die ganze Zeit über sein gefährlichster Gegner war, und fleht ihn unter Todesangst um Hilfe an. (entscheidende Prüfung)
Lukes Flehen erreicht Vader: Dieser packt den Imperator und schleudert ihn in einen Reaktorschacht des Todessterns, wobei er durch den Kontakt mit der Dunklen Macht des Imperators schwer verletzt wird.
Der Imperator ist tot. Doch auch Darth Vader bricht zusammen. Bevor er stirbt, lässt er sich von seinem Sohn die schwarze Atemmaske abnehmen, um ihn einmal mit eigenen Augen sehen zu können. Beide nehmen Abschied voneinander. (Belohnung)
Luke kann mit dem Leichnam seines Vaters vom Todesstern entkommen. Wenig später jagen die Rebellen die Raumstation in die Luft. (Rückweg)
Luke und seine Freunde feiern zusammen mit den anderen Rebellen und den Bewohnern der Galaxis den Sieg über die Herrschaft des Imperiums. (neues Selbst)
Das Geschenk von Lukes Held*innenreise
Die Star Wars Trilogie erzählt die Geschichte einer Selbstfindung im ewigen Kampf zwischen Licht und Dunkelheit. Ihre Botschaft: Hoffnung und der Glaube an das Gute können Licht noch in die tiefste Dunkelheit bringen. Luke ist bereit, für seine Überzeugung zu kämpfen – und zugleich ist sein stärkster Moment der, in dem er den Kampf aufgibt, um seine Werte nicht zu verraten.
Auf der Suche nach seinen Wurzeln möchte Luke zunächst seinem unbekannten Vater nacheifern, später dann Darth Vader, den Dunklen Vater, und alles, wofür er steht, vernichten. Doch die von Meister Yoda vorhergesagte Auslöschung des Vaters geschieht nicht durch einen körperlichen Tod, sondern dadurch, dass Luke Vaders Schatten in sich selbst, seine eigene Dunkle Seite besiegt.
Darin liegt nicht nur Lukes Freiheit vom familiären Erbe, sondern auch die Heilung, die er seinem Vater bringt. Wenn wir den Schatten in uns besiegen, befreien wir in jedem Fall uns selbst – und womöglich auch noch andere – aus alten Verstrickungen.
Du möchtest mehr Infos zur Held*innenreise?
Wenn du dir die Held*innenreise zuerst noch einmal im Überblick anschauen möchtest, findest du hier den passenden Blogpost.
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*Quellen für die Star Wars Trilogie
Drehbuch und Regie George Lucas
„Krieg der Sterne“ (1977)
„Das Imperium schlägt zurück“ (1980)
„Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ (1983)