Jahresrückblick 2024: (Fast) alles auf Anfang
Erst wollte ich in 2024 gar keinen öffentlichen Jahresrückblick schreiben, weil ich mich in meiner stillen Zeit zwischen den Jahren einfach nicht noch für eine weitere Aufgabe committen wollte. Doch dann dachte ich: Mach es für dich selbst. Und dafür, dass du deinen Neuanfang im Business auch gleich mit einer neuen Tradition feiern kannst.
Wie cool wird es sein, wenn ich in ein paar Jahren zurückschaue, und dieser Rückblick für 2024 ist auch dabei.
Es war ein Jahr, in dem ich so ziemlich alles auf Anfang gesetzt habe. Doch zugleich war dieser Schritt auch ein krasses Ja zu mir selbst und zu Themen, die mich schon mein ganzes Leben lang begleiten. Ich habe meine beiden Leidenschaften – Persönlichkeitsentwicklung und Geschichten – die ich lange und unter viel Aufwand getrennt gehalten habe, endlich zusammengeführt. Jetzt zeige ich im Business nicht nur meine Seite als Mentorin für Führungskräfte und Teams, sondern auch mein Autorinnenwissen darüber, dass jede Veränderung im Grunde auf den Geschichten basiert, die wir über uns selbst erzählen.
Und so habe ich beide Perspektiven in meiner eigenen Life-Story-Methode gebündelt und mich damit beruflich neu aufgestellt. Alles auf Anfang und Back to the Roots in einem.

Das hat mich in 2024 beschäftigt
Der große Business-Neustart
Mein größtes Ziel für 2024 war der Start meines neuen Business: Nach über 20 Jahren Offline Coaching und Mentoring für Führungskräfte stand eine Erneuerung an. Diese hatte sich über die letzten Jahre angekündigt und vorbereitet. In 2024 habe ich diesen Wechsel dann auch in mehreren Schritten öffentlich gemacht: ein neues Branding, eine neue Website, neue Zielgruppe und neue Angebote.
Meine neue Positionierung richtet sich an Frauen in erfolgreichen Positionen, die mehr vom Leben wollen, als einfach nur Karriere zu machen. Es geht um Eigen-Sinn und die Held*innenreise zur eigenen Vision, um selbstbestimmte Lebensgeschichten und Träume von einer besseren Welt. (Und das ich mich traue, das mit den Träumen „einfach so“ zu schreiben, ist eine krasse Veränderung für mich.)
90 Prozent Neuland und eine steile Lernkurve
Die Arbeit an diesem Ziel hat mich gefühlte 90 Prozent meiner Zeit beschäftigt. Denn im Grunde war bis auf meine Expertise alles neu, was ich im vergangenen Jahr angefasst habe. Online ist einfach nochmal krass viel komplexer als Offline. Besonders, wenn man eine Perfektionistin auf dem Weg der Besserung ist, so wie ich, ist es manchmal eine ziemliche Herausforderung zu entscheiden, wann gut nun „gut genug“ ist.
Im Einzelnen habe ich:
- mein Brand Design neu gestaltet und Canva gelernt
- meine Website komplett überarbeitet und dafür WordPress gelernt
- meinen Ratgeber veröffentlicht und dafür alles rund ums Selfpublishing gelernt
- meinen Newsletter eingerichtet und seit Oktober regelmäßig veröffentlicht
- meinen Blog gestartet
- Grundlagen aufgebaut in Bezug auf Online-Recht und Buchhaltung
Ich glaube, ich hatte schon lange nicht mehr eine so krasse Lernkurve – und habe mich dabei extrem lebendig gefühlt.
Mein erstes Buch
Ich schreibe ungefähr schon so lange, wie ich einen Stift halten kann: Die erste Geschichte über fußballspielende Mäuse habe ich mit neun Jahren geschrieben. Später waren es Tagebucheinträge, Gedichte und Kurzgeschichten. Einige dieser fiktionalen Texte sind in diversen Anthologien veröffentlicht: unter meinem Autorinnennamen Kim Skott.
Doch dieses Jahr habe ich zum ersten Mal ein ganzes Buch veröffentlicht: meinen Ratgeber Raupe zu Schmetterling. Ohne Verlag oder Herausgeber*in, sondern ganz alleine, nur mit Unterstützung meiner Buchmentorin und wunderbaren Testleser*innen. Und mithilfe von Menschen, die ihre Entwicklungsgeschichten mit mir geteilt haben. Denn im Buch geht es – wie könnte es anders sein – um Held*innenreisen: die Sehnsucht nach Veränderung und die Suche nach der eigenen Lebensvision.



Karten für eine erweiterte Perspektive und mehr Intuition
Nach mehr als 25 Jahren habe ich Tarot für mich wiederentdeckt. Vorweg: Ich glaube nicht daran, dass man damit die Zukunft vorhersagen kann. Was du in den Karten entdeckst, sagt mehr über dich aus als über dein vermeintliches Schicksal. So nutze ich sie gerne als psychologischen und emotionalen Resonanzraum für mich und – falls gewünscht – meine Kund*innen. So entsteht beim Reflektieren und auch beim Entwickeln von Ideen nochmal eine weitere Ebene, die weniger rationale und mehr intuitive Impulse liefert. Ähnlich setze ich auch Körperwahrnehmung ein – als zusätzliche Quelle, um meine Wahrnehmung und Einschätzung zu überprüfen.
Außerdem verwende ich das Tarot auch als Trainingsstudio für meine Intuition, indem ich Karten ziehe und die Impulse dann in Geschichten verarbeite. Diese Herangehensweise hat neben einigen anderen Experimenten in diesem Jahr tatsächlich mein Schreiben verändert: Geschichten, die so entstehen, folgen zum Teil einer anderen Logik, sind irgendwie „weicher“. Falls das jetzt total kryptisch klingt, dann liegt es daran, dass ich es noch nicht besser beschreiben kann. Aber ich bleibe dran!
Mein 2024 in Bildern






Das nehme ich aus 2024 mit
Darauf bin ich stolz
Erst vor ein paar Wochen ist mir aufgefallen, dass es mir leichter fällt, auf das stolz zu sein, was ich gelernt habe oder bei anderen bewirken durfte, als auf das, was ich „produziert“ habe. Stolz ist ja eines dieser „aufgeladenen“ Worte, die oft sehr gemischte Reaktionen hervorrufen. Gerade Frauen wird schnell Arroganz vorgeworfen, wenn sie zu stolz rüberkommen. Und sie struggeln oft mit der Suche nach der richtigen Mischung zwischen Stolz und Bescheidenheit. Für meine Stolz-Liste habe ich versucht, eine Mischung aus Ergebnissen und Wachstum zu finden.
- Ich habe mein erstes Buch veröffentlicht! Es ist nicht nur wunderschön geworden, sondern bietet einen kompletten Selbstcoaching-Prozess, den die Leser*innen immer wieder für sich nutzen können.
- Ich habe die von mir definierte Stufe 1 im neuen Business aufgebaut: Rechtsgrundlagen fürs Online-Business, Website, Newsletter, Blog und erste Angebote, wie du mit mir zusammenarbeiten kannst.
- Dabei habe ich total viel gelernt: Buchhaltungssoftware, Farben und Brand Design, Canva, WordPress, Selfpublishing, Newsletter. Allmählich kriege ich ein Gefühl für mein neues Business, dass ich etwas mehr weiß, was ich tue, und wieder schnellere Entscheidungen treffen kann als noch vor einem Jahr. Wenn ich im Tun merke, dass ich eine Sache beherrsche, die ich vor drei Monaten noch nicht konnte. Wenn ich merke, wie es flutscht, weil ich intuitiv das einsetze, was ich gelernt habe. Das macht mich stolz. Und ich bin mutiger darin geworden, etwas einfach mal auszuprobieren statt es ewig zu zerdenken.
- Ich durfte mit Lieblingskund*innen arbeiten und sie bei ihren persönlichen Durchbrüchen und Erkenntnissen begleiten. Auf dieses Vertrauen bin ich richtig, richtig stolz, denn es ist nicht selbstverständlich.
- In diesem „Wechseljahr“, in dem ich parallel im alten und im neuen Business gearbeitet habe, habe ich 47 Prozent meiner Einnahmen mit dem neuen Business generiert – doppelt so viel wie noch im Jahr zuvor.
- Über all diese Aufgaben habe ich mein fiktionales Schreiben nicht vernachlässigt, sondern meinen nächsten Roman vorbereitet. Ich habe außerdem meine Art zu schreiben verändert: intuitiver und weicher.
- Ich habe – mittlerweile im 8. Jahr! – jeden Tag Yoga gemacht und einigermaßen regelmäßig aktiv meditiert, also nicht nur zum Einschlafen.
Das habe ich 2024 zum ersten Mal gemacht
- mein eigenes Branding erstellt
- meine Website mit WordPress erstellt
- gelernt, einen Newsletter technisch zu veröffentlichen
- gelernt, wie ich ein Anmeldeformular in eine Website integriere
- ein Buch veröffentlicht
- meine Buchhaltung selbst gemacht
- Rechtsthemen fürs Online-Business gelernt
- Blogartikel geschrieben und veröffentlicht
Meine drei wichtigsten Lektionen aus 2024
Selbstgemachter Zeitdruck macht mich nicht schneller – nur unzufriedener.
Ich hatte im letzten Jahr sehr oft das Gefühl, schneller sein zu müssen als ich es war: beim Aufbau meiner Website, beim Erstellen meines Ratgebers, beim Lernen all der verschiedenen Fähigkeiten für mein neues Business. Ich konnte die ganzen neuen Aufgaben noch nicht so gut einschätzen und hatte daher oft das Gefühl, ewig langsam voranzukommen. Doch oft habe ich mich mit Menschen verglichen, die bereits viel länger „im Geschäft“ waren und deutlich mehr Erfahrung hatten.
Ich bin es von mir selbst gewohnt, dass ich schnell lerne und umsetze. Allerdings habe ich in 2024 so viel Neues parallel gemacht, dass ich dafür einfach länger gebraucht habe. Statt dies zu akzeptieren, hatte ich oft das Gefühl zu versagen. Damit habe ich mir selbst Freude genommen, die ich hätte haben können, wenn ich nicht das Gefühl gehabt hätte, mit einem 40-Kilo-Rucksackauf dem Rücken einen Marathon im Sprinttempo laufen zu müssen.
Die einzige Konstante im Leben ist Veränderung.
An sich ist das keine super-neue Erkenntnis für mich. Bestimmt haben wir den folgenden Satz alle schon mal gehört: Nichts ist beständiger als der Wandel. Was dieses Jahr daran neu für mich ist: Das Wissen ist aus meinem Kopf in den Körper gerutscht. Intellektuell hatte ich es schon länger verstanden. Aber jetzt fühle ich es auch.
Was ich damit meine? Ich muss nicht mehr bewusst daran denken, um die Wirkung der Veränderung in meinem Alltag zu sehen und zu spüren. Sie ist einfach da, jederzeit. Durch Menschen, die in mein Leben kommen, und anderen, die es verlassen. Bei Plänen, die sich ändern, weil die Umstände sich ändern. In Ergebnissen – wie ein Buch oder eine Website, die vor einem Jahr in dieser Form noch nicht existierten. Und in neuen Ideen, die darauf warten, dass ich sie umsetze.
Perfektion ist nicht hilfreich, sondern verhindert, dass ich vorankomme.
Wenn ich eine Sache zum ersten Mal mache, dann darf ich mir nicht nur Lernzeit, sondern auch Fehler eingestehen. Klingt eigentlich logisch. Aber erzähl das mal jemand meinem inneren Antreiber, dem es nie schnell und fehlerfrei genug geht.
Was mich statt des selbstgemachten Drucks wirklich vorankommen lässt, sind schnelle Entscheidungen und Experimente. Spielerisches Ausprobieren statt Perfektionismus. Weil ich damit meine eigene Feedbackschleife schließe, Erfahrungen sammele und weiter lerne, statt ewig im Überlegen steckenzubleiben. Ich werde nur besser, wenn ich Fehler machen darf.
Wofür und wem bin ich 2024 besonders dankbar?
- meiner Buchmentorin Yvonne Kraus für ihre Geduld und umfangreiche Expertise rund ums Schreiben und Veröffentlichen von Büchern
- allen Helfer*innen rund um mein Buch – für Interviews, Testlesen und Feedback
- meinen alten und neuen Kund*innen für ihr Vertrauen und unsere Zusammenarbeit
- meinem Mann Peter für all die leckeren und selbst gekochten Mahlzeiten sowie unser neues Zuhause, das immer weiter fertig wird. Er hat mir den Rücken freigehalten und ich hatte dadurch Zeit und konnte viel mehr schaffen.
- meinen Freund*innen für sämtliche Gespräche und interessierten Fragen zu Buch und Business – und für die Geduld, wenn ich dieses Jahr so oft nicht verfügbar war
- meiner Schreibmentorin Hanna Aden für ihre Seejungfrauenmethode, ein literarisches Coaching, bei dem ich die ganze Tiefe des Ozeans ausloten und zugleich federleicht über Wolken hüpfen kann
Mein Ausblick auf 2025
Das nehme ich mir für 2025 vor
Meine Jahresplanung ist ambitioniert – und zugleich will ich mir weniger Stress mit der Umsetzung machen. Ich will weiter lernen, schneller Entscheidungen zu treffen. Mein Wissen ist gewachsen, doch ich werde auch in 2025 noch einiges Neuland kennenlernen, von dem ich jetzt noch nichts weiß und das ich noch nicht absehen kann. Und wenn ich eine Sache zum ersten Mal mache, dann gestehe ich mir Lernzeit ein. Das wird eine echte Herausforderung. Aber jetzt ist es wenigstens öffentlich.
Umso wichtiger ist es, dass ich das kommende Jahr mit spielerischem Ernst angehe: experimentieren, Erfahrungen sammeln, lernen und meine Vorgehensweise immer wieder anpassen. Ich darf Spaß haben! Und ich darf Planänderungen als intelligente Reaktion auf Veränderung begreifen – nicht als Zeichen, dass ich vorher bei der Planung einen Fehler gemacht habe.
Meine wichtigsten Projekte in 2025
In meinem Business will ich Stufe 2 aufbauen: meine Angebote ausweiten, Sichtbarkeit und Community-Aufbau mithilfe von Blog und Newsletter, sowie eine große Aufräum- und Dokumentationsaktion. Darauf habe ich zwar keine große Lust, aber ich will, dass Ende des Jahres die wichtigsten Prozesse dokumentiert sind. Mittelfristig will ich nämlich möglichst wenig Energie und Zeit in Aufgaben binden, die sich routinemäßig wiederholen.
In 2025 möchte ich mir unbedingt auch Zeit fürs Schreiben nehmen. Im letzten Jahr habe ich mich auf meinen vierten Roman vorbereitet. Drei weitere warten in unterschiedlichen Bearbeitungsstadien in der Schublade, wo ich sie allerdings nicht verstauben lassen möchte. Aber erst mal steht an, Nummer 4 mit dem Arbeitstitel Lawinengrün zu schreiben und eine Agentur dafür zu finden.
Weil ich meine neu erworbenen Fähigkeiten im Selfpublishing nicht verkümmern lassen möchte, will ich außerdem einige meiner Kurzgeschichten in einem Band zusammenfassen und diesen veröffentlichen. Und es wäre sehr, sehr genial, wenn ich noch die Zeit für ein zweites Expertinnenbuch fände. Mal sehen, wie es läuft.
Und last, but not least, ein privates Projekt: Wenn alles läuft wie geplant, ziehe ich im Frühjahr um: von Frankfurt in den Rheingau, zu guter Luft und mit Blick auf Pferdeweiden statt auf Bäume im Hinterhof.
So kannst du 2025 mit mir zusammenarbeiten
- Hol dir meinen Ratgeber Raupe zu Schmetterling und erarbeite deine kraftvolle Lebensvision im Selbstexperiment.
- Für ein 1:1-Coaching im Bereich Visions- und Persönlichkeitsentwicklung: Schreib mir eine Mail und lass uns reden!
- Sucht du eine Weiterbildung für dich und dein Team im Bereich Kommunikation oder Teamentwicklung: Schreib mir ebenfalls eine Mail und wir überlegen gemeinsam, was möglich ist.
- Komm auf meinen Newsletter – dann erfährst du als erstes von neuen Angeboten und Special Offers.
Meine Ziele für 2025
- Business: Ich erweitere meine Angebote und biete mindestens einen neuen Workshop an. Ich versende weiterhin wöchentliche Newsletter und veröffentliche mindestens 22 Blogartikel.
- Autorin: Ich schreibe meinen Roman, finde dafür eine Agentur, veröffentliche einen Kurzgeschichten-Band im Selfpublishing und einen Miniaturen-Band im Rahmen der Phantastischen Miniaturen.
- Gesundheit: Ich mache täglich Yoga und Meditation. Nach dem Umzug starte ich eine Spaziergeh-Routine.
- Self-Care-Waschmaschine: Ich schreibe täglich meine Morgenseiten.
- Cat Mom: Ich mache jeden zweiten Tag mit den Katzen eine Einheit Klickertraining.
- Wellness: Ich gönne mir mindestens vier Wellness-Tage, einen pro Quartal.
- Menschen: Ich treffe mich regelmäßig mit Freund*innen und verbringe mindestens vier Beziehungstermine mit Peter.
Mein Motto für 2025
Gratefully co-creating with life
Hallo Patricia,
dafür, dass du eigentlich keinen Rückblich schreiben wolltest, ist er wie all deine Texte wieder tiefgehend und warm geworden.
Ich wünsche dir von Herzen, dass du all deine Ziele für 2025 umsetzen kannst und freue mich auf unser nächstes Treffen.
Liebe Grüße aus dem verschneiten Bayern
Susanna
Liebe Susanna,
ganz herzlichen Dank fürs Lesen und die guten Wünsche!
Und danke, dass du ein ganz wichtiger Teil meines Herzensteams bist. <3
Ich wünsche dir für 2025 einen großartigen Blog und Rohentwurf.
Alles Liebe
Patricia